Spieleentwicklung
Die kommerzielle Spieleentwicklung begann um 1970 und ist somit ein sehr neuer Industriezweig, welcher aber enorme Steigungsraten aufweist. Während die ersten Spiele noch von einer einzigen Person produziert werden konnten, sind für aktuelle Mainstream-Titel große Teams notwendig. Die durchschnittlichen Kosten für ein Spiel lagen in 2000 schon bei 1-4 Millionen US-Dollar und für 2010 geht man inzwischen von 20 Millionen pro Titel aus. So teure Entwicklungen bedeuten in der Regel das Aus für ein Unternehmen wenn das Produkt ein Flop wird. Daher ist eine gründliche Planung und die Einhaltung der gesetzten Termine der wohl wichtigste Faktor.
Die Entwicklung von Spielen lässt sich im Groben wie folgt unterteilen:
- Die Idee / das Spielkonzept entwickeln (Worum geht es? , Was ist besonders?)
- Das Konzept in mehreren Durchläufen zu einem vollständigen Designdokument ausarbeiten
- Aufteilung in Module sowie Festlegen der Meilensteine, Projekt- und Budgetplan
- aktive Produktion (Programmierung, Entwicklung von Grafik und Sound)
- Test und Fehlerbehebung
Jeder der Bereiche wird weiter aufgeteilt und je nach Entwickler in etwas anderer Reihenfolge ausgeführt oder anders gehandhabt. Da die Spieleentwicklung in der kurzen Zeit so enorm gewachsen ist, fehlt es leider an internationalen Standards. Es gibt zum Beispiel so gut wie keine einheitlichen Jobbeschreibungen. Das führt dazu, dass der “Gamedesigner” in verschiedenen Entwicklerstudios ganz andere Aufgabenbereiche hat. Die Einen schwören auf Scrum und Prototypen für die Entwicklung während Andere diese Methoden für komplett unkalkulierbar halten.
Dennoch ist die Entwicklung von Computerspielen ein Wachstumsmarkt und regelmäßig neu überbotene Verkaufsrekorde lassen eine erfolgreiche Zukunft erahnen.