Ausbildung zum Spieleentwickler
Berufsbild und Arbeitsfelder
Spieleentwickler arbeiten in Teams an der Erstellung von Computer, - und Onlinegames. Dabei übernehmen sie bestimmte Aufgabenfelder, wie Programmierung, Grafik und Design.
Die Entwicklung eines Spieles erfordert viel unterschiedliches Fachwissen, welches von verschiedenen Personen, mit unterschiedlichen Spezialisierungen, abgedeckt wird. Die beiden Hauptberufsgruppen sind Programmierer und Grafiker.
Der Programmierer ist für die Umsetzung des Spiels mittels Game Engines, die Erstellung von Tools und Plug-ins sowie anderen Zusatzprogrammen, welche für den Ablauf des Spiels wichtig sind, zuständig. Als Programmiersprache werden überwiegend C++, DirectX, Lua und Python verwendet.
Der Grafiker ist für die Erstellung und Animation von Objekten, Texturen, Personen, Tieren und alle anderen Details wie Waffen oder Rüstungen zuständig.
Ausbildung und Qualifikation
Mit den steigenden Anforderungen an Computer- und Onlinespielen steigt auch die Nachfrage an qualifizierten Fachkräften. Seit der Jahrtausendwende gibt es in Deutschland offiziell anerkannte Schulen, die sich für Ausbildung und Studium in der Spielbranche spezialisiert haben. Sie vermitteln die nötigen Fachkenntnisse und Abschlüsse in den Bereichen Game Programming, Game Art & Animation, Game Design sowie Game Production. Die Ausbildungsdauer umfasst durchschnittlich vier Semester. Durch Fächerkombination können auch zwei Ausbildungen erworben werden. Die Ausbildungsdauer verlängert sich dadurch um ein Semester.
Nach der Ausbildung, beispielsweise zum Game Programmer, kann ein Hochschulabschluss wie Bachelor of Science oder Bachelor of Arts erworben werden. Die Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Ausbildung in Game Programming oder Game Art & Animation sowie Hochschulreife. Seit 2010 wird auch die Fachhochschulreife anerkannt. Eine Vorbereitung zur Aufnahme des Studiums erfolgt in den letzten beiden Semestern während der Ausbildung.